So kannst du das WordPress Memory Limit erhöhen.

Marc Wag­ner

März 10, 2022

4 min read|

Um auf dei­ner Web­sei­te das Word­Press Memo­ry Limit zu erhö­hen, musst du ledig­lich die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei wp-config.php anpas­sen. Hier­für fügst du die fol­gen­de Zei­le Code hin­zu:

define('WP_MEMORY_LIMIT', '256M');

Die 256M ste­hen dann für 256 MB. Du kannst natür­lich auch eine ande­re Zahl ein­ge­ben, wie bei­spiels­wei­se 64M, 128M oder 512M.

Wie viel Arbeits­spei­cher du maxi­mal ein­stel­len kannst, hängt von dei­nem Hos­tin­g­an­bie­ter ab. Bei einem Web­hos­ting liegt der ver­füg­ba­re Arbeits­spei­cher in der Regel zwi­schen 64 und 512 MB. Bei einem vSer­ver, Mana­ged Ser­ver oder Dedi­ca­ted Ser­ver liegt der Wert in der Regel viel höher bzw. lässt sich indi­vi­du­ell ein­stel­len.

So kannst du den Arbeitsspeicher zusätzlich für das WP Dashboard (Backend) in WordPress erhöhen #

Zusätz­lich zu der Stan­dard­ein­stel­lung kannst du auch den Arbeits­spei­cher ledig­lich für die Admin-Ein­s­tel­­lun­­gen dei­ner Word­Press Web­sei­te erhö­hen. Hier­für gibt es die fol­gen­de Code-Zei­­le, die du in der wp-config.php hin­ter­legst:

define('WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '256M')

Auch hier kannst du wie­der den Arbeits­spei­cher nach Belie­ben anpas­sen, inso­fern es dein Hos­ter unter­stützt. Die Ein­stel­lung wirkt sich ledig­lich auf das Backend von Word­Press aus.

So findest du heraus, wie viel Arbeitsspeicher deiner WordPress Webseite zur Verfügung steht #

Um her­aus­zu­fin­den, wie viel Arbeits­spei­cher dir zur Ver­fü­gung steht, kannst du ent­we­der in dei­nem Hos­­ting-Ver­­­trag nach­schau­en oder dir aber die PHP-Info Datei anzei­gen las­sen.

Um die PHP-Info Datei anzei­gen zu las­sen, erstellst du im Haupt­ver­zeich­nis dei­ner Word­Press Instal­la­ti­on eine neue PHP Datei, z.B. kannst du die­se info.php nen­nen. In die Datei fügst du den fol­gen­den Inhalt ein:

<?php
phpinfo();
?>

Anschlie­ßend spei­cherst du dei­ne Datei und rufst sie über dei­nen Brow­ser auf. Wenn du die Datei im Haupt­ver­zeich­nis dei­ner Word­Press Instal­la­ti­on abge­legt hast, lau­tet die URL wie folgt: https://[deine-domain]/info.php.

Im Brow­ser siehst du nun alle PHP Ein­stel­lun­gen. Das heißt auch das “memory_limit”. Am bes­ten ver­wen­dest du die Suche STRG+F, um nach dem Begriff zu suchen. Dir wird nun ange­zeigt, wie viel Spei­cher dir zur Ver­fü­gung steht.

WordPress Memory Limit zuvor in der PHP-Info prüfen.
Memo­ry Limit in der PHP-Info. (-1 bedeu­tet unli­mi­tiert)

Den Wert kannst du dir nun notie­ren und anschlie­ßend zurück zur wp-config.php Datei wech­seln und dort den Wert gemäß der PHP-Info anpas­sen.

Wann sollte man das Memory Limit erhöhen? #

Das hängt ganz von der Situa­ti­on ab. Es gibt ver­schie­de­ne Warn­zei­chen, die dar­auf hin­deu­ten dass nicht genü­gend Arbeits­spei­cher zur Ver­fü­gung steht.

Längere Ladezeiten bei WordPress

Sobald du merkst, dass dei­ne Sei­te im Backend/Frontend deut­lich län­ger zum Laden benö­tigt, soll­test du den Wert erhö­hen. Falls nach der Ände­rung dei­ne Web­sei­te wie­der gewohnt schnell lädt, hast du alles rich­tig gemacht. Andern­falls kannst du den Wert auch wie­der zurück­schrau­ben und nach ande­ren Feh­lern Aus­schau hal­ten.

Fatal Error: Allowed Memory Size of XXX Exhausted (tried to allocate XX bytes)

Ein ganz kla­res Zei­chen dafür, dass dein Arbeits­spei­cher nicht aus­reicht, ist die­se Feh­ler­mel­dung. Dabei kön­nen die Zah­len vari­ie­ren, je nach­dem, wie viel Arbeits­spei­cher zusätz­lich benö­tigt wird.

PHP: Fatal Error: Allowed Memory Size of 8388608 Bytes Exhausted (tried to allocate 54 bytes)

Sol­che Feh­ler­mel­dun­gen fin­dest du ent­we­der in der debug.log dei­ner Word­Press Web­sei­te oder aber der error.log dei­nes Ser­vers. Falls du die Aus­ga­be der Feh­ler­mel­dun­gen akti­viert hast, wird die­se auch beim Auf­ruf der Sei­te ange­zeigt.

Spä­tes­tens jetzt soll­test du aktiv wer­den und für mehr Arbeits­spei­cher sor­gen. Falls der Feh­ler wei­ter­hin auf­tritt, soll­test du dei­nen Hos­ter kon­tak­tie­ren, um nach­zu­fra­gen, ob dir aus­rei­chend Arbeits­spei­cher zur Ver­fü­gung steht.

White Screen of Death (WSoD)

Nicht ganz so offen­sicht­lich, aber den­noch ein mög­li­ches Warn­si­gnal für zu wenig Arbeits­spei­cher, ist der soge­nann­te White Screen of Death in Word­Press.

Das Tücki­sche dar­an ist, dass es auf den ers­ten Blick kei­ner­lei Hin­wei­se dar­auf gibt, dass der Arbeits­spei­cher über­läuft. Man muss sich also zunächst durch die Log-Files (debug.log, error.log) wuscheln, um genaue­re Feh­ler­mel­dun­gen zu bekom­men.

Um dir direkt Zeit zu spa­ren, kannst du ein­fach ver­su­chen den Arbeits­spei­cher zu erhö­hen und danach das Pro­blem erneut aus­zu­lö­sen. Ist der WSoD ver­schwun­den, weißt du, dass dein Arbeits­spei­cher am Limit ange­kom­men ist.

Wie Forge12 mit solchen Themen arbeitet

Forge12 betreibt und ver­ant­wor­tet umsatz­kri­ti­sche Word­Press- und Woo­Com­mer­ce-Sys­te­me im lau­fen­den Betrieb. Bevor wir Sys­te­me über­neh­men oder wei­ter­ent­wi­ckeln, ana­ly­sie­ren wir sie voll­stän­dig – tech­nisch, struk­tu­rell und betrieb­lich. Das Sys­tem Audit ist der Ein­stiegs­punkt für jede Zusam­men­ar­beit.

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Arti­kel von:

Marc Wag­ner

Marc Wag­ner ist Grün­der der Forge12 Inter­ac­ti­ve GmbH und ver­ant­wort­lich für Betrieb, Absi­che­rung und Wei­ter­ent­wick­lung umsatz­kri­ti­scher Word­Press- und Woo­Com­mer­ce-Sys­te­me.

Seit über 20 Jah­ren arbei­tet er an Web­sites, Online-Shops und indi­vi­du­el­len Soft­ware­lö­sun­gen – vom Mit­tel­stand bis zu Struk­tu­ren bör­sen­no­tier­ter Unter­neh­men. Sein Fokus liegt nicht auf Pro­jek­ten, son­dern auf dau­er­haf­tem Betrieb: sta­bi­le Sys­te­me, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten und tech­ni­sche Ent­schei­dun­gen mit wirt­schaft­li­cher Kon­se­quenz.

Bei Forge12 beglei­tet er Unter­neh­men, die ihre Sys­te­me nicht nur bau­en, son­dern lang­fris­tig sicher betrei­ben und auto­ma­ti­sie­ren wol­len.

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